Am 9. November jähren sich die nationalsozialistischen Novemberpogrome von 1938 zum 88. Mal. In ganz Deutschland wurden Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte geplündert und jüdische Menschen misshandelt, verschleppt und ermordet. Die Pogrome markierten eine weitere Eskalation der systematischen Verfolgung, die schließlich in der Shoah und der Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden mündete. Auch in Greiz wurde das jüdische Leben durch die nationalsozialistische Verfolgung ausgelöscht. Menschen, die über Generationen Teil der Stadtgesellschaft waren, wurden entrechtet, vertrieben oder ermordet. Bereits 1939 wurde für Greiz offiziell keine jüdische Bevölkerung mehr verzeichnet. Antisemitismus ist jedoch keineswegs Geschichte. Spätestens seit dem Massaker der islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 zeigt sich erneut, wie offen antisemitische Einstellungen und Gewalt auch heute auftreten. Wir stellen uns gegen jeden Antisemitismus – ob von extrem rechts, aus islamistischen Milieus oder von autoritären Teilen der Linken. Jüdisches Leben muss ohne Angst und Bedrohung möglich sein. Das Aktionsbündnis Kolibri lädt deshalb am Montag, den 9. November 2026, um 17:30 Uhr zu einem gemeinsamen Mahngang zu den Stolpersteinen in Greiz ein. Treffpunkt: August-Bebel-Straße / Ecke Grünrathstraße, Greiz Gemeinsam wollen wir an die Menschen erinnern, die durch den Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Ihre Namen und Geschichten mahnen uns, Antisemitismus,…
